Elisa Demonki 공개
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show episodes
 
»Lesung« ist ein Podcast in dem Klassikerausschnitte, philosophische Werke und Gedichte u.a. von Goethe, Trakl, Heine, Kant, Nietzsche und Lessing von Elisa Demonkí gelesen werden. »Das Wort sei die Macht in deinem Ohr, dein Gefühl zu akzeptieren und neu zu erleben.«
 
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Zwei Frösche, deren Tümpel die heiße Sommersonne ausgetrocknet hatte, gingen auf die Wanderschaft. Gegen Abend kamen sie in die Kammer eines Bauernhofs und fanden dort eine große Schüssel Milch vor, die zum Abrahmen aufgestellt worden war. Sie hüpften sogleich hinein und ließen es sich schmecken. Als sie ihren Durst gestillt hatten und wieder ins F…
 
Drei Minuten Gehör will ich von euch, die ihr arbeitet – ! Von euch, die ihr den Hammer schwingt, von euch, die ihr auf Krücken hinkt, von euch, die ihr die Feder führt, von euch, die ihr die Kessel schürt, von euch, die mit den treuen Händen dem Manne ihre Liebe spenden – von euch, den Jungen und den Alten – : Ihr sollt drei Minuten inne halten. W…
 
Rosen pflücke, Rosen blühn, Morgen ist nicht heut! Keine Stunde laß entfliehn, Flüchtig ist die Zeit! Trink' und küsse! Sieh, es ist Heut Gelegenheit; Weißt du, wo du morgen bist? Flüchtig ist die Zeit! Aufschub einer guten That Hat schon oft gereut! Hurtig leben ist mein Rat, Flüchtig ist die Zeit! Musik: Ulrike Theusner (»Schmetterling«, komponie…
 
Wer gut zu führen weiß, ist nicht kriegerisch. Wer gut zu kämpfen weiß, ist nicht zornig. Wer gut die Feinde zu besiegen weiß, kämpft nicht mit ihnen. Wer gut die Menschen zu gebrauchen weiß, der hält sich unten. Das ist das Leben, das nicht streitet; das ist die Kraft, die Menschen zu gebrauchen; das ist der Pol, der bis zum Himmel reicht. Laozi v…
 
Für S.K. Ich bin der Welt abhanden gekommen, Mit der ich sonst viele Zeit verdorben. Sie hat so lange von mir nichts vernommen, Sie mag wohl glauben, ich sei gestorben. Es ist mir auch gar nichts daran gelegen, Ob sie mich für gestorben hält; Ich kann auch gar nichts sagen dagegen, Denn wirklich bin ich gestorben der Welt. Ich bin gestorben dem Wel…
 
Die Hoffnung. — Pandora brachte das Fass mit den Übeln und öffnete es. Es war das Geschenk der Götter an die Menschen, von Außen ein schönes verführerisches Geschenk und "Glücksfass" zubenannt. Da flogen all die Übel, lebendige beschwingte Wesen heraus: von da an schweifen sie nun herum und tun den Menschen Schaden bei Tag und Nacht. Ein einziges Ü…
 
Es wogt um mich das Meer der Schmerzen.Wüst brennt das Hirn, gedankenleer.Nur eines, eines kann ich fassen,ich habe keine Heimat mehr. Hinab sank mir der Jugend Freude,hinab in des Vergessens Meer.Es blieb nur eine heiße Wunde,ich habe keine Heimat mehr. Egon Schiele »Crouching Nude in Shoes and Black Stockings« Noch immer rauscht das Leben weiter,…
 
Wenn es eine Hölle geben kann, so ist sie ganz gewiß nur eine Zeit namenloser Angst. Denn es gibt wohl nichts Furchtbareres als Angst. Die Schmerzen des Leibes und der Seele reichen nicht an das Gefühl wahnwitziger Angst hinan, welche die Glieder lähmt, das Wort in Eis verwandelt, das Herz in einen Krater, in dem es pocht und siedet Tag und Nacht. …
 
»Byron allein lasse ich neben mir gelten.« J.W.Goethe There be none of Beauty‘s daughtersWith a magic like thee;And like music on the watersIs thy sweet voice to me:Der Schönheit Töchter keine gleich’Mit einem Zauber ähnlich dir,Wie Musik aus dem WasserreichIst deine süße Stimme mir:When, as if its sound were causingThe charmed ocean‘s pausing,The …
 
Es war einmal ein steinalter Mann, dem waren die Augen trüb geworden, die Ohren taub, und die Knie zitterten ihm. Wenn er nun bei Tische saß und den Löffel kaum halten konnte, schüttete er Suppe auf das Tischtuch, und es floß ihm auch etwas wieder aus dem Mund.Sein Sohn und dessen Frau ekelten sich davor, und deswegen mußte sich der alte Großvater …
 
Auf einem niedrigen Herd steht ein großer Kessel über dem Feuer. In dem Dampfe, der davon in die Höhe steigt, zeigen sich verschiedene Gestalten. Eine Meerkatze sitzt bei dem Kessel und schäumt ihn, und sorgt daß er nicht überläuft. Der Meerkater mit den Jungen sitzt darneben und wärmt sich. Wände und Decke sind mit dem seltsamsten Hexenhausrat ges…
 
Gretchen (am Spinnrad, allein)Meine Ruh ist hin,Mein Herz ist schwer;Ich finde sie nimmerund nimmermehr.Wo ich ihn nicht hab,Ist mir das Grab,Die ganze WeltIst mir vergällt.Mein armer KopfIst mir verrückt,Meiner armer SinnIst mir zerstückt.Meine Ruh ist hin,Mein Herz ist schwer,Ich finde sie nimmerund nimmermehr.Nach ihm nur schau ichZum Fenster hi…
 
Unglaublich ist es, was der Mensch vermag, auch im Physischen, durch die Kraft des festen Willens; und so auch durch die Not, die oft allein einen solchen festen Willen hervorzubringen vermag.Wer kann leugnen, daß es Wunder und Wunderheilungen gibt? – Aber was sind sie anders als Wirkungen des festen Glaubens entweder an himmlische Kräfte, oder auc…
 
nebst Abart und AusartungDer Fußballwahn ist eine Krankheit,aber selten, Gott sei Dank.Ich kenne wen, der litt akutAn Fußballwahn und Fußballwut.Sowie er einen GegenstandIn Kugelform und ähnlich fand,So trat er zu und stieß mit KraftIhn in die bunte Nachbarschaft.Ob es ein Schwalbennest, ein Tiegel,Ein Käse, Globus oder Igel,Ein Krug, ein Schmuckwe…
 
Obgleich kein Gruß, obgleich kein Brief von mir,So lang dir kömmt, laß keinen Zweifel dochIns Herz, als wär die Zärtlichkeit des Sohns,Die ich dir schuldig bin, aus meiner BrustEntwichen. Nein, so wenig als der FelsDer tief im Fluß, vor ewgem Ancker liegt,Aus seiner Stätte weicht, obgleich die Fluht,Mit stürmschen Wellen bald, mit sanften baldDarüb…
 
(Ein Zitat von Joseph Pulitzeraus dem Buch von Denis Brian “Pulitzer: A Life“)There is not a crime, there is not a dodge, there is not a trick, there is not a swindle, there is not a vice which does not live by secrecy.Es gibt kein Verbrechen, keinen Kniff, keinen Trick, keinen Schwindel, kein Laster, das nicht von Geheimhaltung lebt.Get these thin…
 
nach der revidierten Übersetzung von Martin Luther Lukas 227 Es kam nun der Tag,an welchem man mußte opfern das Osterlamm.Markus 1422 Und indem sie aßen, nahm Jesus das Brot,dankte und sprach: Esset; das ist mein Leib.23 Und nahm den Kelch, dankte und gab ihnen den;und sie tranken alle daraus.24 Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut,das für vie…
 
Verhaßt ist mir das Folgen und das Führen.Gehorchen? Nein! Und aber nein – Regieren!Wer sich nicht schrecklich ist, macht niemand Schrecken:Und nur wer Schrecken macht, kann andre führen.Verhaßt ist mirs schon, selber mich zu führen!Ich liebe es, gleich Wald- und Meerestieren,mich für ein gutes Weilchen zu verlieren,in holder Irrnis grüblerisch zu …
 
Es hatt ein Knab‘ eine Taube zart, Gar schön von Farben und bunt, Gar herzlich lieb, nach Knabenart, Geätzet aus seinem Mund Und hatte so Freud‘ am Täubchen sein, Daß er nicht konnte sich freuen allein. Da lebte nicht weit ein Alt-Fuchs herum, Erfahren und lehrreich und schwätzig darum; Der hatte den Knaben manch Stündlein ergetzt, Mit Wundern und …
 
Als Narziß starb, verwandelte sich die Quelle seiner Freuden von einer Schale voll süßen Wassersin eine Schale voll salziger Tränen,und die Bergnymphen kamen weinend durch den Wald,dass sie zur Quelle singen und dieser Trost geben konnten.Und als sie sahen,daß die Quelle von einer Schale voll süßen Wasserssich in eine Schale voll salzige Tränen ver…
 
ine Witwe hatte zwei Töchter, davon war die eine schön und fleißig, die andere häßlich und faul. Sie hatte aber die häßliche und faule, weil sie ihre rechte Tochter war, viel lieber, und die andere mußte alle Arbeit thun und der Aschenputtel im Hause sein. Das arme Mädchen mußte sich täglich auf die große Straße bei einem Brunnen setzen, und mußte …
 
Die Heil’gen Drei Könige aus Morgenland,Sie frugen in jedem Städtchen:„Wo geht der Weg nach Bethlehem,Ihr lieben Buben und Mädchen?“Die Jungen und Alten, sie wußten es nicht,Die Könige zogen weiter;Sie folgten einem goldenen Stern,Der leuchtete lieblich und heiter.Der Stern blieb stehn über Josephs Haus,Da sind sie hineingegangen;Das Öchslein brüll…
 
Vor einiger Zeit machte ich in Gesellschaft eines schweigsamen Freundes und eines jungen, bereits rühmlich bekannten Dichters einen Spaziergang durch eine blühende Sommerlandschaft. Der Dichter bewunderte die Schönheit der Natur um uns, aber ohne sich ihrer zu erfreuen. Ihn störte der Gedanke, daß all diese Schönheit dem Vergehen geweiht war, daß s…
 
Empfehlt euren Kindern Tugend, sie nur allein kann glücklich machen, nicht Geld.– O ihr Menschen, die ihr mich für feindselig, störrisch oder misantropisch haltet oder erkläret, wie unrecht tut ihr mir; ihr wißt nicht die geheime Ursache von dem, was euch so scheinet; mein Herz und mein Sinn waren von Kindheit an für das zarte Gefühl des Wohlwollen…
 
Kanskje vil det gå både Vinter og Vår, Vielleicht werden Winter und Frühjahr vergehen, både Vinter og Vår, og neste Sommer med, og det hele År und der nächste Sommer gleich mit, und auch das ganze Jahr, og det hele År und auch das ganze Jahr, men engang vil du komme, det vet jeg visst, aber einmal wirst du kommen, das weiß ich gewiß, det ved jeg vi…
 
Kreuzworträtsel mit GewaltDer Arzt versank in meinem Bauch. Dann richtete er sich hochaufatmend wieder auf. »Es sind die Nerven, Herr Panter«, sagte er. »An den Organen ist nichts. Ruhe – Ausspannen – Massage – Rohkost – Gemüse – Gymnastik – kohlensaure Bäder … passen Sie auf: wir kriegen Sie schon wieder hoch.Schwester –!«Da saß ich in dem Klapska…
 
Achtzehntes KapitelEr war,man darf sagen,auf dem Theater geboren und gesäugt. (…)Leider mußte er den Beifall,den er an glänzenden Abenden erhielt,in den Zwischenzeiten sehr teuer bezahlen.Sein Vater, überzeugt,daß nur durch Schlägedie Aufmerksamkeit der Kinder erregtund festgehalten werden könne,prügelte ihn beim Einstudiereneiner jeden Rolle zu ab…
 
228Der starke, gute CharakterDie Gebundenheit der Ansichten,durch Gewöhnung zum Instinkt geworden,führt zu dem, was man Charakterstärke nennt.Wenn Jemand aus wenigen,aber immer aus den gleichen Motiven handelt,so erlangen seine Handlungen eine grosse Energie;stehen diese Handlungen im Einklangemit den Grundsätzen der gebundenen Geister,so werden si…
 
Ich hatt‘ ihn lang nicht mehr gesehen –Und mich beinahe todt gesehnt;Ich kam zurück zu ihm –Und habe mich glücklich gewähnt.Drei Stunden stand ich vor dem ThorIm Regen pudelnaßUnd holte mir einen SchnupfenUnd Husten so zum Spaß.In später Nacht kam er nach HausUnd lud`mich mit Müh`nur ein;Erzählte, er habe KopfwehVon schlechtem Ofnerwein.Dann sprach…
 
Ja, das möchste:Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse,vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße;mit schöner Aussicht, ländlich-mondän,vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn –aber abends zum Kino hast dus nicht weit.Das Ganze schlicht, voller Bescheidenheit:Neun Zimmer – nein, doch lieber zehn!Ein Dachgarten, wo die Eichen drauf stehn,Radio, …
 
Edel sei der Mensch,Hilfreich und gut!Denn das alleinUnterscheidet ihnVon allen Wesen,Die wir kennen.Heil den unbekanntenHöhern Wesen,Die wir ahnen!Ihnen gleiche der Mensch;Sein Beispiel lehr unsJene glauben.Denn unfühlendIst die Natur:Es leuchtet die SonneÜber Bös‘ und Gute,Und dem VerbrecherGlänzen wie dem Besten,Der Mond und die Sterne.Wind und …
 
Sah ein Knab ein Röslein stehn,Röslein auf der Heiden,War so jung und morgenschön,Lief er schnell, es nah zu sehn,Sah’s mit vielen Freuden.Röslein, Röslein, Röslein rot,Röslein auf der Heiden.Knabe sprach: Ich breche dich,Röslein auf der Heiden!Röslein sprach: Ich steche dich,Daß du ewig denkst an mich,Und ich will’s nicht leiden.Röslein, Röslein, …
 
Tome V – Jean ValjeanChapitre XV : Gavroche dehorsZwischen dem Kugelfeuer draußen auf der Straßeerblickte plötzlich Courfeyrac jemanden unten auf den Barrikaden.Gavroche saß unbekümmert zwischen den getöteten Nationalgardistenund plünderte ihre Patronentaschen.„Was machst du da?“ fragte Courfeyrac.Gavroche sah in frech an.„Citoyen, j’emplis mon pan…
 
Sagen des klassischen AltertumsII. Buch. Die ArgonautensageIason gelangte nicht zu dem Thron von Iolkos,um dessentwillen er die gefahrvolle Fahrt bestanden,Medea ihrem Vater geraubt und an ihrem Bruder Absyrtoseinen schändlichen Mord begangen hatte.Er mußte das Königreich dem Sohn des Pelias, Akastos, überlassenund sich mit seiner jungen Gemahlin n…
 
Daß Klugheit uns retten kann,will ich euch in einer kurzen Erzählung zeigen.Saladin, dessen Tapferkeit so groß war,daß sie ihn nicht nur aus einem unbedeutenden Mannezum Sultan von Babylon machte,sondern ihm auch zu zahlreichen Siegenüber sarazenische und christliche Könige verhalf,hatte in verschiedenen Kriegenund infolge seiner Prunksucht seinen …
 
Die Selbstkritik hat viel für sich.Gesetzt den Fall, ich tadle mich:So hab ich erstens den Gewinn,Dass ich so hübsch bescheiden bin;Zum zweiten denken sich die Leut,Der Mann ist lauter Redlichkeit;Auch schnapp ich drittens diesen BissenVorweg den andern Kritiküssen;Und viertens hoff ich außerdemAuf Widerspruch, der mir genehm.So kommt es denn zulet…
 
Früher, da ich unerfahrenUnd bescheidner war als heute,Hatten meine höchste AchtungAndre Leute.Später traf ich auf der WeideAußer mir noch mehr Kälber,Und nun schätz ich, sozusagen,Erst mich selber.Sound: Elisa Demonkí저자 Elisa Demonki
 
Halt dein Rößlein nur im Zügel,kommst ja doch nicht allzuweit.Hinter jedem neuen Hügeldehnt sich die Unendlichkeit.Nenne niemand dumm und säumig,der das Nächste recht bedenkt.Ach, die Welt ist so geräumig,und der Kopf ist so beschränkt.Sound: Elisa Demonkí저자 Elisa Demonki
 
Jardin des Plantes, ParisSon regard du retour éternel des barreauxs’est tellement lassé qu’il ne saisit plus rien.Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbeso müd geworden, daß er nichts mehr hält.Il ne lui semble voir que barreaux par millierset derrière mille barreaux, plus de monde.Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbeund hinter tausend Stäben kei…
 
Es sitzt ein Vogel auf dem Leim,Er flattert sehr und kann nicht heim.Ein schwarzer Kater schleicht herzu,Die Krallen scharf, die Augen gluh.Am Baum hinauf und immer höherKommt er dem armen Vogel näher.Der Vogel denkt: Weil das so istUnd weil mich doch der Kater frisst,So will ich keine Zeit verlieren,Will noch ein wenig quinquilierenUnd lustig pfei…
 
Eröffnungs-ManifestZürich, 14. Juli 1916].]]]..].]]]..]].].]]]..]].]].Dada ist eine neue Kunstrichtung.Das kann man daran erkennen,daß bisher niemand etwas davon wußteund morgen ganz Zürich davon reden wird.Dada stammt aus dem Lexikon.Es ist furchtbar einfach.Im Französischen bedeutet’s Steckenpferd.Im Deutschen heißt’s Addio,steigts mir den Rücken…
 
An Sonia LiebknechtBreslau, Mitte Dezember 1917…Ach, Sonitschka, ich habe hier einen scharfen Schmerz erlebt,auf dem Hof, wo ich spaziere, kommen oft Wagen vom Militär,voll bepackt mit Säcken oder alten Soldatenröcken und Hemden,oft mit Blutflecken …,die werden hier abgeladen, in die Zellen verteilt, geflickt,dann wieder aufgeladen und ans Militär …
 
Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde!Es war getan fast eh gedacht.Der Abend wiegte schon die Erde,Und an den Bergen hing die Nacht;Schon stand im Nebelkleid die Eiche,Ein aufgetürmter Riese, da,Wo Finsternis aus dem GesträucheMit hundert schwarzen Augen sah.Der Mond von einem WolkenhügelSah kläglich aus dem Duft hervor,Die Winde schwangen leise…
 
– 268 –Was macht heroisch?Zugleich seinem höchsten Leideund seiner höchsten Hoffnung entgegengehen.– 269 –Woran glaubst du?Daran:dass die Gewichte aller Dingeneu bestimmt werden müssen.– 270 –Was sagt dein Gewissen?„Du sollst der werden, der du bist“.– 271 –Wo liegen deine größten Gefahren?Im Mitleiden.– 272 –Was liebst du an Anderen?Meine Hoffnung…
 
Zu Dionys, dem Tyrannen, schlichDamon, den Dolch im Gewande;Ihn schlugen die Häscher in Bande.»Was wolltest du mit dem Dolche, sprich!«Entgegnet ihm finster der Wüterich.»Die Stadt vom Tyrannen befreien!«»Das sollst du am Kreuze bereuen.«»Ich bin«, spricht jener, »zu sterben bereitUnd bitte nicht um mein Leben;Doch willst du Gnade mir geben,Ich fle…
 
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche Durch des Frühlings holden, belebenden Blick; Im Tale grünet Hoffnungsglück; Der alte Winter, in seiner Schwäche, Zog sich in rauhe Berge zurück. Von dorther sendet er, fliehend, nur Ohnmächtige Schauer körnigen Eises In Streifen über die grünende Flur; Aber die Sonne duldet kein Weißes: Überall regt sich Bildu…
 
– WAGNER –Man sieht sich leicht an Wald und Feldern satt;Des Vogels Fittich werd ich nie beneiden.Wie anders tragen uns die GeistesfreudenVon Buch zu Buch, von Blatt zu Blatt!Da werden Winternächte hold und schönEin selig Leben wärmet alle Glieder,Und ach! entrollst du gar ein würdig Pergamen,So steigt der ganze Himmel zu dir nieder.– FAUST –Du bis…
 
Wenn du zur Arbeit gehstam frühen Morgen,wenn du am Bahnhof stehstmit deinen Sorgen:dann zeigt die Stadtdir asphaltglattim MenschentrichterMillionen Gesichter:Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,die Braue, Pupillen, die Lider –Was war das?Vielleicht dein Lebensglück…vorbei, verweht, nie wieder.Du gehst dein Leben langauf tausend Straßen;du siehst a…
 
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?Es ist der Vater mit seinem Kind;Er hat den Knaben wohl in dem Arm,Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? –Siehst Vater, du den Erlkönig nicht?Den Erlenkönig mit Kron und Schweif? –Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. –»Du liebes Kind, komm, geh mit mir!Gar schöne Sp…
 
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